Bei den folgenden Rezepturen treten Bezeichnungen auf, die sich sehr
absurd anhören auf Grund ihrer verschlüsselten Ingredienzen. Wie immer
in der Magie sind auch hier von den Wissenden Analogien herangezogen
worden, um dem Laien die Herstellung von magischen Tränken zu
erschweren, wenn nicht gar durch sinnlose Bezeichnungen gänzlich
unmöglich zu machen.
Bevor nun die magischen Philter und Rezepte zugänglich gemacht und in
eine vernünftige lesbare und verständliche Form gebracht werden, muss
ich noch Folgendes sagen: Ich habe lange darüber nachgedacht, ob es gut
sei, diese nicht immer ganz ungefährlichen Tränke und Traktätchen zu
veröffentlichen. Aber ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass, wer
Böses tun will, es ohnehin tut, auch ohne diese Rezepturen, und so bin
ich bereit, Sie in die Geheimküche der Hexen, Zauberer und Alchimisten
einzuladen, und, wenn es Ihre Zeit und die Mittel erlauben, auch einmal
einen Versuch mit Hilfe dieser Dinge durchzuführen. Alles, was ich im
Laufe der Jahre in dieser Hinsicht sammeln konnte, stelle ich hiermit
zur Verfügung, in der Hoffnung, dass es auf fruchtbaren Boden fallen
möge.
Also - in medias red - beginnen wir mit den Räucherungen! Wie Sie
wissen, erfordern gewisse magische Operationen streng vorgeschriebene
Rezepturen von Räucherungen, die dazu dienen sollen:
Drachenblut oder Blut = Indisch Harz Hirn = Harz des Kirschbaums (cerasum) Frosch oder Krötenkopf = Ranunculaccen (Rana = Frosch) Ochsenaugen oder Augen = rote Nelken Agat = Agathophyllum (eine Art aromatischer Nuss) Rote Koralle = kleine rote Pfefferschoten Magneteisen = Sagapennum off. (Harz der ferula persica) Azur = Kanadabalsam Pfauenfeder = rother Mohn (Kapseln) Alraun = Mandragora offizinalis / Radix Tigerwurzel = Radix Ginseng Mastix = Harz der Lentisque (eine Art wilde Kirsche) Einhorn = Horn des NarwalesUm ein Beispiel zu den Tier-Namen zu geben, sei erwähnt, dass Gänse und Tauben unter das Zeichen Venus fallen, Füchse und Spechte unter Mars, Katzen, Raben, Fledermäuse und andere Nachttiere unter Saturn, Spatzen und Schwalben unter Merkur, und der Hirsch unter das Zeichen des Mondes.
Kommen wir nun zu den eigentlichen Räucherungen und Rezepturen und
beginnen wir mit der Räucherung für die Sonne, für Wesenheiten der
Sonne, und Anrufungen an Sonntagen und selbstverständlich auch für
andere solare magische Handlungen.
Zuerst gebe ich die Original-Rezeptur, anschliessend die Übersetzung.
aa ist für 5 Gramm festgelegt!
Also, wer Sonnenwesenheiten evozieren, anrufen will, der
nehme als Räucherung:
Rp. Sonne:
Safran = 5 Gramm
Aloeholz = 5 "
Perubalsam = 5 "
Lorbeersamen = 5 "
Gewürznelken = 5 "
Myrrhe = 5 "
echter Weihrauch = 5 "
Moschus = eine Messerspitze
grauer Ambra = eine Messerspitze.
Alles zusammenmischen und im Schatten trocknen lassen. Dann im Mörser
zu Pulver zerstossen, anschliessend weihen, dann exorzieren. Dieses
Rezept bedarf keiner weiteren Erklärung. Die Ingredienzen sind leicht
erhältlich und nicht verschlüsselt.Räucherung zur Evokation und Anrufung von Mond-Wesenheiten und allen lunaren Wesen:
Rp. Mond:
Körner des weissen Mohn aa
Storax aa
Harz des Styraxbaumes aa
gestossener Campher aa
Froschköpfe aa
Stieraugen aa
Man mache aus obigen Stoffen und dem Blute einer jungen Gans oder Taube
eine Paste. Lasse sie trocknen und zerstosse sie im Mörser zu Pulver,
dann weihen und exorcieren. Übertragen heisst die Formel:
Rp. Mond:
Körner des weissen Mohn aa
Storax aa
Harz des Styraxbaumes aa
gestossener Kampher aa
flores Ranunculacae aa
rote Kuckucksnelken aa
Man nehme Indisch Harz und bereite zur Stunde der Venus eine Paste aus
obigen Drogen, trocknen lassen und im Mörser zerstossen, dann weihen -
exorcieren.
Rp. Merkur:
Mastix aa
echter Weihrauch aa
Gewürznelken aa
Fünfblatt (Potentilla) aa
Pulver aus Agat aa
Aus dem Blut eines Fuchses und dem Gehirn einer Elster sowie den obigen
Ingredienzen mache man eine Paste, lasse sie trocknen und zerstosse sie
zu Pulver, das dann geweiht werden muss und exorcieren.Will man Venuswesen anrufen, oder gedenkt man sonstige magische Operationen vorzunehmen, die venusischen Einflüssen unterliegen, so bereite man folgendes Räuchermittel:
Rp. Venus:
Moschus aa
graue Ambra aa
Aloe (Holz) aa
rote Rosen (Blüten getrocknet) aa
zerstossener roter Pfeffer aa
Man nehme das Blut einer Haus- oder Wildtaube (alles aa) und das Gehirn
dreier Sperlinge und mische alles mit den obigen Drogen, dann trocknen
lassen und im Mörser zerstossen; anschliessend weihen - exorcieren.Es folgt nun das Rezept für marsische Räucherungen.
Rp. Mars:
Euphorbia off. aa
Bdelyon (officinalis) aa
Amoniaksalz aa
Radix Helleborus aa
Magneteisenpulver aa
Sulfur sublumatum aa
Nimm das Blut einer schwarzen Katze und das Gehirn eines Raben und
verfertige zusammen mit obigen Drogen eine homogene Paste. Lasse sie
trocknen und zerstosse sie dann zu Pulver, das dann geweiht wird und
exorcieren.Rezeptur für Jupiter-Operationen.
Rp. Jupiter:
Semen fraxinii (= Esche) aa
Holz des Aloe aa
Storax aa
Resina Styrax aa
Azur-Pulver aa
Spitzen von Pfauenfedern eine Messerspitze
Aus dem Blut dreier Schwalben und dem Gehirn eines Hirsches mache einen
Brei und untermenge obige Drogen. Lasse alles trocknen und zrstosse es
zu Pulver, das dann exorciert und geweiht wird. Übrigens: Exorcieren
heisst = magisch ent-oden! Also, es ist immer erst zu exorcieren, erst
dann wird geweiht! Der umgekehrte Fall wäre nämlich purer Unsinn. Wenn
also in den bisherigen Rezepturen gesagt wurde: erst weihen, dann
exorcieren, so ist das nach den verschlüsselten Rezepturen eine
bewusste Irreführung.Es folgt nun die Räucherung zur Evozierung von Saturn-Wesenheiten und zur Operation saturnischer magischer Angelegenheiten.
Rp. Saturn:
Semen papaverum nigrum
(Samen des schwarzen Mohnes) aa
Semen Hyoscyamus niger
(Bilsenkrautsamen) aa
Radix mandragora off.
(Alraunewurzel) aa
Magneteisenpulver aa
Myrrhae pulvis aa
Aus dem Blut einer Fledermaus und dem Hirn einer schwarzen Katze mache
einen Brei und mische obige Drogen dazu. Lasse alles trocknen und
zrstosse es zu Pulver, das dann exorciert und geweiht wird.Hier enden die Rezepturen für planetarische Räucherungen.
Nachstehend noch die Räucherungen für die Wochentage:
Sonntag = Sandelholz - rot
Montag = Aloe
Dienstag = Pfeffer
Mittwoch = Mastix (Lentisque chio)
Donnerstag = Safran
Freitag = fructus menispermea
Sonnabend = Schwefel.
Nun die Praxis, wie die Räucherpulver entodet und geweiht werden. Ist
das Pulver zerstossen, so schütte man es auf einen silbernen (echt!)
Teller, der nur für diese Zwecke verwendet werden darf. Die Zeremonie
wird auf einem Tisch vorbereitet.
Ist dies geschehen, so nehme der Magier den Teller mit dem
Räuchermittel in die Hand und spreche:
"Dir, grosse planetarische Kraft des ... (Saturn, Merkur, usw.
je nach Planet) weihe ich diese Räucherung (oder anderes).
Sie ist rein, - rein durch die Wesenheit Elchenus, der ist - war - und
sein wird in Ewigkeit, rein durch die Elemente."
Damit ist die Weihung beendet und das Räuchermittel wird am
zweckdienstlichsten in einem der planetaren Farbe entsprechenden Gefäss
aufbewahrt.
Diese Reinigung und Weihung kann für alle Gegenstände, d.h. für alle
magischen Pulver, Philter, Flammenpulver und Tränke angewendet werden,
nicht aber für die Weihung von Talismanen, Dolchen oder gar
Schwerter und des mag. Stabes. Für diese gelten andere Formeln.
Es werden jetzt die Formeln der magischen Mittel bekanntgegeben, die die Flammen, die bei Evokationen im Dreifuss unter Verwendung von Holzkohle brennen müssen, in der jeweils planetarischen Farbe einfärben, und somit das einem Wesen - einer Wesenheit - angenehme Licht ausstrahlen, das seiner Zone - seiner Welt - seiner Ebene analog ist.
Rp. Sonne:
Sodium Nitricum = 75 Gewichtsteile
Sulfur sublimat = 20 "
Carbo veget. pulvis = 5 "
werden im Mörser kräftig gemischt, dann exorciert und dann geweiht. Auf
die planetarische Stunde ist genauestens zu achten!Bei einer längeren Evokation ist von Zeit zu Zeit die zu gebende Dosis zu erneuern.
Rp. Mond:
Salpeter = 46 Gewichtsteile
Sulfur praecip = 23 "
Schwarzpulver = 12 "
Zink in Pulverform = 18 "
werden im Mörser gut gemischt. Wenn irgend möglich sollte diese
Mischung bei Vollmond hergestellt werden, wenn positive Kräfte
angerufen werden sollen. Sollen dagegen Dämonen angerufen werden, so
stelle man das Pulver bei Neumond her.
Rp. Venus:
Barium Nitricum = 63 Gewichtsteile
Sulfur praecip = 11 "
Kalium chloratum = 24 "
Cuprum chloratum = 3 "
Arsenschwefel = 2 "
gestossene Holzkohle = 2 "
werden gut gemischt, dann exorciert und geweiht.
Rp. Merkur:
Kalium chloratum = 42 Gewichtsteile
Salpeter = 23 "
Sulfur sublimatum = 23 "
Cuprum oxydatum (schwarz) = 10 "
Schwefelquecksilber = 3 "
werden gut gemischt, dann exorciert und geweiht.
Rp. Mars:
Strontium nitricum sicc. = 72 Gewichtsteile
Schiesspulver = 20 "
Kohlenstaub = 2 "
werden gut gemischt, dann exorciert und geweiht.
Rp. Jupiter:
Salpeter = 5 Gewichtsteile
Sulfur subl. = 2 "
Antimon pulvis = 1 "
sind im Mörser zu zerstossen und gut zu mischen, dann zu exorcieren und
zu weihen.
Rp. Saturn:
Kalium chlorat = 49 Gewichtsteile
Schwefel subl. = 25 "
Kreide - gestossen = 20 "
Cuprum oxydatum (schwarz) = 6 "
müssen gut gemischt werden, dann exorcieren und dann weihen.
Vorsicht bei der Anwendung saturnischer Evokationsmittel! Wenn irgend möglich sind keine Evokationen vorzunehmen, sondern nur Anrufungen, bei denen das Wesen - die Wesenheit - nicht herbeigerufen wird!
Es folgen nun Rezepturen, die seit uralten Zeiten in der Magie und der
magischen Heil- Zauber- und Liebeskunst Verwendung fanden. Sie werden
Ihnen gegeben im Vertrauen darauf, dass sie nur zu guten und dienlichen
Zwecken angewendet werden, und nur im äussersten Falle zur Verteidigung
gegen Feinde.
Im Übrigen gilt auch hier das Gesetz: "Tue was du willst!", und "Jeder
ist für sein Tun selbst verantwortlich!!!"
Für die Herstellung der Philter gilt im allgemeinen folgende Regel: Die
Substanzen müssen in ihrer Zusammensetzung genau der angegebenen
Rezeptur entsprechen!
Die Drogen - Substanzen - sind stets an der Luft an einem trocknen und
dunklen Ort zu trocknen. Nach dem Trocknen sind sie zu Pulver zu
zerstossen, dabei ist entweder eine eigene Mumia (= Körperteilchen)
darunter zu mischen, wenn sie für den Magier selbst sein sollen, oder
ein bis zwei Tropfen Blut von demjenigen, für den der Philter
hergestellt wird. In der angegebenen Konzentration genügt es, wenn
eine, höchstens zwei Messerspitzen des Mittels in das Getränk oder in
das Nahrungsmittel des Betroffenen getan wird.
Wenn möglich und wenn man das genaue Geburtsdatum kennt, nehme man die
Stunde des Geburtsregenten zur Herstellung des Philters. Auch hier
müssen wieder Analogien zu den Tiernamen gefunden werden! Es wird also
wieder zuerst das Originalrezept beschrieben und dann das übersetzte
Rezept gegeben.
Liebesphilter - Rp:
Das Herz einer Taube
Die Leber eines Sperlings
Die Eierstöcke von ein oder zwei Schwalben
Eine Hasen-Niere.
Diese Dinge sind an sich nicht so absurd, dass man sie nicht besorgen
könnte. Da aber die Magie mit Analogien arbeitet, so können wir die
Entsprechungen ruhig aus dem Reiche der Pflanzen und der Mineralien
nehmen. Es muss zwingend angenommen werden, dass bei Benutzung der
tierischen Ingredienzien genau dieselben Erfolge erzielt werden, ja
vielleicht sogar intensiver. Der Einfachheit halber wollen wir aber
unsere Drogen aus dem Reiche der Kristalle und Pflanzen nehmen:
Blüten der Kupfernelke = aa = 5 Gramm
Blätter der Valeriana off. = aa
Wurzel der Sellerie = aa
Fructus Yohimbehe = aa.
Alles gut mischen, zerstossen und zur Stunde der Venus weihen!
Beryll - zerstossen 1/10 Gramm
Mercurium oxydatum (Zinnober) 1/100 "
Flügeldecken der Cantharide 1/100 "
Opal - zerstossen 1/10 "
Soll das Mittelfür eine Frau sein, so gebe der Mann seinen Samen von
mindestens drei Ergüssen in eine Glasschale und gebe ungefähr die
gleiche Menge Zucker dazu, bis der Zucker den Samen aufgesaugt hat.
Wenn die Masse trocken ist, pulverisiere man die Zuckerkörner und
mische die obigen Substanzen darunter.
2. Rezept
Von den folgenden Tieren:
Haus-Taube = aa
Wild-Taube = aa
Sperling = aa
Schwalbe = aa
werden die Geschlechtsorgane zur Zeit der Paarung oder Brunst genommen,
in 70prozentigen Alkohol gelegt und im Balucum Mariae = Wasserbad auf
die Hälfte der Substanz eingekocht. Dann wieder Alkohol auffüllen, in
eine Schale füllen und den Alkohol verdunsten lassen. Den verbleibenden
Rest im Mörser zu Pulver zerstossen, dann exorcieren und anschliessend
weihen, und zwar zur Stunde der Venus. Bei dem pflanzlichen Rezept
werden nur die Blütenstände nachstehender Pflanzen genommen:
Blüte der Kupfernelke = aa
Blüte des Baldrian = aa
geschossene Selleriestangen = aa
Rinde = Cortex der Yohimbehstaude = aa.
Die Blüten sind zur Stunde der Venus zu sammeln und müssen frisch
ausser der Yohimbeh, verarbeitet werden.
Philter, um sich Mut zu machen.
Herz eines Löwen
Herz eines Hahnes
Herz eines Raben
Herz einer Fledermaus
Herzblut des roten, weissgetupften Drachens
trocknen und in einem Mörser zerstossen, dann exorcieren und
anschliessend weihen.
der Milch jungen Löwenzahns,
der ganzen Pflanze des Hahnenfusses (Ranuncula off.),
ungefähr 20 Gramm,
Blätter des Nachtschatten - solanum nigrum = 15 Gramm,
Blätter des Bilsenkrautes = Hyoscyamus niger = 15 Gramm.
In einem Mörser werden diese Drogen kräftig vermischt, mit ca. 150
Gramm 96prozentigem Alkohol übergossen und anschliessend in einem
Wasserbad erhitzt. Dann werden die Pilzstücke aus der Milch genommen
und diese - die Milch - auf 1/4 eingekocht. Die alkoholische Lösung mit
Pflanzen wird der noch heissen Milch zugesetzt und das Ganze wird dann
bei ganz schwachem Feuer weiter auf 1/3 eingekocht. Dann gibt
man wieder 50 Gramm 96prozentigen Alkohol hinzu und filtert alles
durch. Die Pflanzenreste sind nicht mehr verwendbar und werden
vernichtet.Wahrheits-Philter.Will man jemanden ein Geheimnis entlocken, wende man das Wahrheits-Filter an. Rp. Wahrheits-Filter:
Das Electuarium der Liebe.
15-20 Honigbienen (diesmal sind richtige Insekten gemeint!!!)
50 Gramm Honig der Tanne
20 Gramm gekeimte Weizenkörner
0,5 Gramm Radix Ginseng
0,05 Gramm Radix Mandragora
0,5 Gramm Cortex Yohymbehe
0,5 Gramm Körner aus dem roten Pfeffer
25 Gramm Traubenzucker, der mit dem Saft einer Sellerieknolle
getränkt ist.
Man fange die Bienen und zur Stunde der Venus töte man sie mit etwas
Äther und werfe sie in 1/4 oder 1/8 besten Cognac. Darin bleiben sie 5
(fünf) Tage - fest verschlossen und warm (Zimmertemperatur 22 bis 25
Grad) - stehen. Danach nehme man die Bienen heraus und lasse sie
trocknen. Sind sie trocken, werden sie in einem Mörser zu Pulver
zerstossen. Der Cognac wird später noch gebraucht!! Dann warte man, bis
der Mond voll ist, dann teige man zur Stunde der Venus aus den anderen
Ingredienzen einen festen Brei an und gebe das Bienenpulver hinzu. Aus
diesem Teig verfertige kleine Pillen - etwa 3 mm Durchmesser - und
überziehe sie mit einer Zuckerglasur. Die Zuckerglasur ist in jedem
einschlägigen Geschäft erhältlich. Haschisch oder Hach-shish.ist ein arabisches Wort und heisst schlicht und einfach Gras. Aber was für ein Gras ist das! Auf lateinisch heisst dieses Gras "Canabis indica" und ist im Deutschen unter "Indischer Hanf" bekannt. Dieses Kräutlein ist nun ein Mittel "par excellence" für magische Tränke und Philter. Die Rezeptur wird so angegeben, dass sie zwar ein Maximum an magischen Erfolg, aber ein Minimum an Rauschwirkung hervorbringt. Es kostet nur einige Mühe, die folgende Rezeptur herzustellen! Wir können uns aber einen Grundstoff herstellen, der für viele andere magische Tincturen gebraucht wird.
Unguentum populeum.
getrocknete Knospen von populus alba = 375 Gramm
junge Mohnblätter = 250 Gramm
Folia Belladonnae = 250 Gramm
junge Folia Hyoscyami niger = 250 Gramm
Folia solanum nigrum = 250 Gramm
gereinigtes Schweineschmalz = 2000 Gramm
Herstellung: Man koche die Pflanzen im Fett auf kleiner Flamme -
ohne die Pappelknospen. Wenn die Feuchtigkeit der Blätter verdunstet
ist - man sieht das daran, dass sie brüchig werden - wie Kartoffelchips
- gebe man die in der Zwischenzeit zu feinem Pulver zerstossene
Pappelknospen dazu. Auf ganz kleiner Flamme lässt man nun alles 24 -
vierundzwanzig - Stunden ziehen. Danach passiert man alles durch ein
Tuch, indem man es stark ausdrückt, und lässt die Masse erkalten. Nach
dem Erkalten hat sich ein Grund gebildet, der entfernt werden muss. Zu
diesem Zweck verflüssigt man das Fett vorsichtig im Wasserbad - es darf
nicht kochen oder Blasen werfen, wodurch ja der Grund aufgerührt würde.
Dann giesst man den klaren Teil des Unguentum in einen Steintopf, der
gut verschlossen wird. Exorciert und geweiht wird zur Saturn-Stunde!
Anwendung: Herzgrube, Achselhöhlen, Hände und Füsse sind mit
dieser Salbe gut einzureiben. Dann legt man sich flach auf eine Couch
in einem warmen, mässig beleuchteten Zimmer und konzentriert sich auf
die Fragen, deren Lösung im Dunkel der Zukunft liegt.
Legt man den Tarot, so kann man, um gesteigerte seherische Fähigkeiten
zu erlangen, sich mit dieser Salbe die Halsschlagadern und die Schläfen
einreiben.
Die Wirkung ist erstaunlich gut!
Paracelsus gibt uns folgende Angaben zu einem Mittel, das dieselben
Wirkungen hat, das aber hauptsächlich dazu verwandt wird, um im Schlafe
die Zukunft zu schauen.
Es ist auch ein hervorragendes Vorbereitungsmittel zu magischen
Evokation, besonders dann, wenn der Magier zu Angstgefühlen neigt, wenn
sich die evozierten Wesen zeigen.
Das Mittel beseitigt die Angst radikal und macht die Sinne klar zur
Schau in's Unbekannte. Diese Rezeptur nennt sich:
Diascordium Frascator.
Scordium = 15 Gewichtsteile
rote Rosenblüten - getrocknet = 15 "
Knöterich = 15 "
Zimt (plv.) = 15 "
Dictamus off. = 15 "
Storax = 15 "
Radix Gentianae = 15 "
Turmentilla = 15 "
Samen der Berberitze = 15 "
Cassea Liqua = 15 "
Ingwer = 8 "
Paprikaschoten (lang) = 8 "
Galbanum = 15 "
Gummi arabicum = 15 "
Tonerde (ocker) = 60 "
Extractum Opii = 8 "
- ist Extractum opii nicht zu beschaffen, so nehmen
wir an seiner Stelle:
Extractum arabicum canabis, und zwar 10 Gewichtsteile
Rosenhonig = 1000 Gewichtsteile
Madeira-Wein = 250 "
Der Einfachheit halber nehmen wir bei dieser Rezeptur für ein
Gewichtsteil = 1 (ein) Gramm an.
Herstellung: Das Opiumextract bezw. das Extractum arabicum
canabis wird in dem Wein aufgelöst. Dann koche man den Honig kräftig
auf und gebe ihn in den Wein. Dann gebe man unter kräftigem Rühren die
übrigen Drogen, die man zuvor gemischt und zu Pulver zerstossen hat, in
kleinen Dosen der Flüssigkeit bei. Man rühre so lange, bis man eine
homogene Paste erhält. Alsdann zur Stunde des Saturn exorcieren und
weihen.
Anwendung: Vor der magischen Operation 1 (einen) Teelöffel voll
einnehmen.
Electuarium sabbathy.Dieses Mittel wird äusserlich angewendet. Schläfen, Herzgrube und Achselhöhlen werden damit eingerieben, und zwar vor dem Schlafengehen.
Rp.
Aenanthol = 3 Teile
Extractum opii = 50 Teile
Extractum betel = 30 "
Extractum Potentilla = 6 "
Extractum belladonnae = 15 "
Extractum Hyoscyamii = 15 "
Extractum Umbolloferum
(Schierling) = 15 "
Extractum arabicum canabis = 75 "
Canthariden = 5 "
Gummi Tragant und Puderzucker: so viel zusetzen, dass sich eine
streichbare Salbe ergibt, nach Mischung mit den obigen
Drogen.
Anschliessend exorcieren und zur Stunde des Saturn weihen!Eine andere Hexensalbe: genanntUnguentum infernale.
Rp.
Menschenfett = 100 Gramm
Im Mittelalter wurde wirklich Menschenfett genommen. Lieferant des
Apothekers war der Henker, und es gab reichlich Menschenfett im
Mittelalter! Da wir aber keines haben, nehmen wir gereinigtes
Schweineschmalz.
gereinigtes Schweineschmalz = 100 Gramm
Discordium Frascator = 5 Gramm
Haferblüten = eine Handvoll
Mohnblüten = eine Handvoll
Radix Helleborus pulvis = eine Messerspitze voll
Semen Heliotropa pulvis = eine Messerspitze voll.
Das ganze fülle man in einen irdenen Topf, den man dann zu gleichen
Teilen mit wildem Mohn und Hanfblüten auffüllt. Der Topf wird
hermetisch verschlossen und im Wasserbad (= Balucum Mariae) 2 (zwei)
Stunden erhitzt. Dann wird der Inhalt des Topfes durch ein Filter
gepresst und zur Stunde des Saturn exorciert und geweiht.Ist das astrale oder mentale Gleichgewicht eines Menschen gestört, so fertige man eine astrale Medizin, die imstande ist, die Störungen innerhalb kürzester Zeit zu beseitigen und die magisch-fluidischen Ströme zu rectifizieren und zu polarisieren. Dieses Mittel ist das
Lilium des Paracelsus!
Antimon = 4 Teile
Zinn = 1 Teil
Kupfer = 1 Teil.
Alle drei Metalle werden zusammengeschmolzen und daraus eine Feilicht
[?] oder ein Pulver hergestellt.
Salpeter = 6 Teile
Potassium bitarartum = 6 Teile.
Alles Zusammen wird in einen Tiegel gegeben und auf ein starkes Feuer
gesetzt und so stark wie möglich erhitzt. Der Inhalt wird dann
zerstossen, so lange er noch sehr heiss ist.
Tinctura Landerer
Lorbeerblätter = 60 Teile
Gewürz-Nelken = 6 Teile
Lavendelspiritus = 125 Teile
Oreganospiritus = 125 Teile.
Diese Mischung auf schwacher Flamme einige Stunden ziehen lassen, dann
Schwefeläther = 15 Teile zusetzen.
Es folgt nun eine Rezeptur, die besonders deutlich Visionen und
Zukunftsschauen ermöglicht.
Die Pillen sollen etwa einen Durchmesser von 1 mm haben, von denen man
vor dem Einschlafen 2 bis 3 Stück zu sich nimmt. Dabei muss man sich
fest einprägen, was man sehen möchte. Zusätzlich kann man es auf einen
Zettel schreiben und diesen unter das Kopfkissen legen.
Das Mittel heisst: Phillulae Jaculandae.
Cortex et Radix Cynoglossae = 15 Gramm oder Gewichtsteile
Semen Hyoscyamus niger = "
Extractum opii = "
Myrrhae = 23 Gramm "
Olibanum = 20 "
Safran = 6 "
Castoreum = 6 "
Sirupus opii (in proportio)
Aus den Drogen fertigt man eine homogene Masse, die zu Pillen im
Durchmesser von 0,1 cm gedreht werden.
Will ein Mädchen körperlich stark werden, um es mit jedem
Mann an Kraft und Mut aufnehmen zu können, so wussten die alten
chinesischen Magier ein ganz wunderbares Mittel.
Dieses Mittel hält ungefähr 5 Jahre lang vor. Die modernen Mediziner
würden sagen, es stellt für Jahre den hormonalen Haushalt einer Frau
auf den Kopf. Hier seine Rezeptur:
Sechs Köpfe der Sandviper werden an der Sonne getrocknet und zu Staub
zerstossen, dazu ein Kopf einer Grubenotter, der ebenfalls vorher
getrocknet werden ist. Ein halbes Pfund Pferdesamen und 75 Gramm
Hundesperma werden mit Alkohol versetzt und dann auf ganz kleiner
Flamme erwärmt, bis der Samen vollkommen gelöst ist. Dann filtert man
das ganze durch und lässt in einer Schale den Alkohol an der Luft
verdunsten. Der Rückstand wird unter die zerstossenen Schlangenköpfe
gemischt.
Bei uns kann man Kreuzottern nehmen, sie tun denselben Zweck. Dann tue
man das Pulver in einen Mörser hinzu. Den Samen kann man frisch halten,
indem man ihn im Gefrierfach des Eisschrankes unterbringt, so lange,
bis die gewünschte Menge beisammen ist. Sodann mischt man in der Stunde
des Mars alles zusammen und gibt 1 Liter Reiswein dazu. Diese Melange
muss innerhalb eines Tages getrunken werden. Beschwerden sind natürlich
unausbleiblich, sowie Fieber und Schwindelgefühl. Sie verschwinden aber
nach zwei bis drei Tagen vollkommen.
Es folgt nun eine Rezeptur, die die alten Magier als ein hervorragendes Lebens-Elixier bezeichnet haben. In Wirklichkeit ist es nichts anderes als ein hervorragender magischer Kondensator, der in materieller sowie analog magisch spiritueller Form alle die Kräfte in sich vereinigt, die das Leben stützen und verlängern, Od und Aura aufladen und mit astralen fluidischen Kräften versorgen.
1/2 Liter Aqua bi-destillata
ein beliebig grosses Stück Gold
ein beliebig grosses Stück Eisen
ein beliebig grosses Stück Kupfer
eigene Mumia (Sperma und Blut)
dazu alkoholischer Auszug aus:
Pfefferminze
Tausendgüldenkraut
zerstossener Eicheln
angekeimten Bohnen
angekeimten Weizen
Hopfenblüten
in 96prozentigem Alkohol.
Mit dem ersten Teil verfahre man folgendermassen:
Per Nomen Elohim
Jotchavah
darunter zieht man, ebenfalls mit roter Tinte, ein Pentagramm.Hier eine kurze Liste dieser Pflanzen:
Folia Agrimoniae - bei sich tragen - vertreibt böse Geister
Holz des Aloe - bei sich tragen - erleichter die Empfängnis
zuvor einen Abend trinken
Mandeln, süss - bei sich tragen - gibt Kraft
Flores Amarantae - bei sich tragen - sichert die Gunst des
Vorgesetzten
fl. Angelicae - bei sich tragen - schützt vor Behexung und
dem Blick
Beifuss - bei sich tragen - schützt gegen böse Geister
Ononis - bei sich tragen - schützt gegen die Gefahr im
Kriege und gegen Diebstahl
Asphodelia - als Stöckchen bei
sich tragen - bei magischen Evokationen
Erle - ergibt einen hervorragenden magischen Stab
schwarzer Bambus - gebrannt und zer- - ein ausgezeichnetes Liebes-
stossen zaubermittel
Basilicum - als Saft - bei Verhexungen und
Besprechungen
Betunia - bei sich tragen - gegen den bösen Blick
Birke - als Parfüm - vertreibt Melancholie
Erica - als Parfüm - hilft bei Meditationen
Birke - Rinde bei sich - beschützt vor bösem Zauber
tragen
Wurzel der Cucur- - wird bei vielen Ceremonien verwendet
bita Bryone
Öl der Kamelie - hervorragend für die Beleuchtung magischer Lampen
Katzenkraut - bei sich tragen - gibt Vitalität
Herba Centauri - zerhackt und mit dem Blut eines weiblichen Wiede-
hopfes vermischt und unter das Öl einer Lampe ge-
mengt, erweckt Visionen (Achtung! "Blut des Wie-
dehopfes" ist symbolisch zu nehmen)
Holz der Buche - als Stock - als Wünschelrute für
Wassersuche
Holz der Buche - als Stock - unter gewissen Bedingungen
als magischer Stab verwend-
bar. In der altgermanischen
Magie wurden daraus Runen-
stäbe gemacht
Blumen der Chry- - bei sich tragen - schützt gegen Verwünschungen
santheme und bösen Blick
Haselnuss-Strauch - als Stock geeignet für den magischen Stab, für
den Dreizack und insbesondere als Wünschelrute
für Wasser und Metall
Cyclamenblüten - als Saft - Coagulans vieler magischer
Philter
Cynoglossen - bei sich tragen - zerstört böse Einflüsse
Dictamus - verbrannt und zer- - fördert das Hellsehen
stossen
Euphorbia - das Pulver wird bei saturnisch-magischen Opera-
tionen verwendet
Samen der Ginster - bewahrt vor Schlangenbiss
Gewürznelken - zerkauen - hebt hypnotische Kräfte
Heliotrop - als Parfüm - fördert den Somnambulismus
Hyazinthen-Öl - verlängert die Kindheit, das kindliche Gemüt --
Vorsicht!!! - Gift!!! - hindert auch das Wachstum
von Kindern - Zwergenwuchs - Es empfiehlt sich da-
her, das Öl nur äusserlich anzuwenden -
Nacken u. Schläfen einreiben!
Kousa - bei sich getragen - verleiht und stärkt magne-
tische Kräfte
Lilie - als Parfüm - ist ein excellenter fluidi-
scher Kondensator
Alraune - Mandragora off. ist verwendbar für alle magischen
Zwecke. Am wirksamsten ist die ganze Wurzel als
Talisman - im Hause aufbewahrt. Sie ist wie ein
lebendes Wesen zu betrachten, eine Art Hausgeist,
und schützt vor allen bösen Einflüssen. Ist der
Besitzer aber ein böser Mensch, so ist auch der
Geist der Alraune böse.
Kleine Alraunwurzeln werden am Körper als Talis-
man getragen.
Die Alraune muss in einer Vollmondnacht genau um
Mitternacht mit einem Ruck aus dem Erdreich ge-
rissen werden. Am besten sind die Pflanzen, die
dort wachsen, wo in früheren Zeiten eine Richt-
stätte oder eine ähnliche Einrichtung war.
Mutterkraut - Matricaria - ist ein hervorragender ma-
gischer fluidischer Konden-
sator
Melisse - als Aufgusstee - gibt Inspiration
Melisse - bei sich getragen - gibt gute Laune und macht
Liebenswert
Bingelkraut - fördert bei Frauen die Empfängnisfreudigkeit
Myrrhe - als Tinctura - bei vielen Lebenselixieren
verwendet
Myrrhe - getrocknet und als Pulver bei sich getragen, ver-
treibt sie Krankheiten
Seerosen - als Teeaufguss - fördert die männliche
Sexualkraft
Oleum Olivarum - gilt als hervorragender fluidischer Kondensator
Brennessel - Blätter getrocknet bei sich getragen gibt Mut
Pfingstrosen - Blütenblätter getrocknet und bei sich getragen
schützen vor Zauber und bösem Blick
Rosskastanien - bei sich getragen - halten Krankheiten fern,
besonders Rheuma u.a.
Portulak - unter das Kopfkissen gelegt, verhindert Träume
und Visionen
Primeln - bei sich getragen - verhindern Melancholie
Rosen, rote - Blüten, bei sich getragen, fördert bei Frauen
die Empfängnis
Rosen, rote - als Parfüm - hilft es die Verbindung zu
höheren überirdischen Wesen
zu erleichtern
Die angeführten Pflanzen haben talismanischen Charakter. Die Art der
Anwendung hat natürlich, wie es auch ganz verständlich erscheinen wird,
nichts oder wenig mit der Heilkraft einer Pflanze zu tun. Diese Dinge
gehören in das Gebiet der magischen Medizin.Es entsprechen:
Heliotrop = Sonne
Iris = Mond
Ginster = Merkur
Eisenkraut = Venus
Erica (Heidekraut) = Mars
Pfefferminze = Jupiter
Mohn = Saturn.
Bei jeder Operation soll man das Parfüm tragen, das dem Geburtsgebieter
entspricht, das heisst also, des Planeten, der dem Aszendenten
vorsteht. Es sollten bei magischen Operationen eben alle Punkte im
harmonischen Einklang mit dem Universum gebracht werden!
Guido Wolther:
Some of his sexmagical drawings
Guido Wolther: Sexualmagische Zaubermittel
18° Gradus Pentalphae, 1971 [integral
version]
Die Symbolik des "Gradus Pentalphae"
| Das Prat-Alpha | Die Schlüsselworte, 1973
Zum Gradus Pentagrammatus (= Gradus Pentalphae)
Ritual des Alten und Mystischen Ordens der Saturnbrüderschaft
"Ordo Mysticus Saturni" AMOS\OMS [one of
the many secret inner orders within the FS, founded in 1968, see Das O.T.O.-Phaenomen]
[adoration of the sun]
In Nomine Demiurgi Saturni 1925-1969
First installment of 400 pages of saturnian documents
In Nomine Demiurgi Nosferati 1969-1998
Another 400 pages dealing with the History of the FS
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über die Fraternitas Saturni
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