O.T.O. Phenomenon Books
Ecclesia Gnostica Catholica
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E C C L E S I A G N O S T I C A C A T H O L I C A
256 pages, facsimiles in French, English, Portuguese and German
compiled by P.R. Koenig
available only via
ARW, Box 500107, D-80971 Muenchen, fax 089-6414152
24.- EURO + postage
ISBN 3-927890-48-0
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"The Rituals of defence and protection should also be practised in
perfection. All bodily excrements, such as cut
nails, and hair, should be burnt; spittle
should be destroyed or exposed to the Sun; the
urine and faeces should be so disposed of that
it is unlikely that any other person should
obtain possession of them. It is even desirable
in theory that linen should not be washed by
strangers ..."
[Theodor Reuss/Aleister Crowley:
De Nuptiis Secretis Deorum cum Hominibus]
Dieser 11. Band zum OTO-Phänomen stellte den Herausgeber vor das
bislang anspruchsvollste Unterfangen: aus der immensen Flut von
Materialien eine repräsentative Auswahl als weitere
Belege/Grosszitate zum OTO-Phänomen zur Verfügung zu stellen.1*
Selbstverständlich kann in keinem Buch ein solcher Anspruch
vollständig befriedigt werden2* und der interessierte Leser sei
deshalb dringendst auf erklärende Begleit- und Sekundärliteratur
verwiesen.
Es bieten sich u.a. an:
- René Le Forestier: "L'Occultisme en France aux XIXème et XXème
siècles, L'Église Gnostique," Milano 1990 (dieses Werk enthält
zum Teil Transkriptionen der im nun vorliegenden Band
faksimilierten Dokumente)
- Karl R.H. Frick: "Licht und Finsternis", Graz 1978
- Robert Amadou, Introduction à la réédition de Jules Doinel:
"Lucifer démasqué", Genève-Paris 1983
Vom Herausgeber des OTO-Phänomens:
- "Das OTO-Phänomen" mit einer kurzen Historie der hier aktiven
Protagonisten und "Gnostisch Katholischen Kirchen" [GKK]. Alle
im vorliegenden Band "Ecclesia Gnostica Catholica"
wiedergegebenen Dokumente verstehen sich als dokumentierende
Fussnoten zu diesem Band, speziell zum Kapitel "Die Wandernden
Bischöfe" auf den Seiten 223-244
- "Der OTOA-Reader" als Beispiel einer sehr eigenwilligen
gnostischen Inflation (Stichwort: Michael P. Bertiaux)
- "Ein Leben für die Rose"; ab Seite 100 eine Darstellung der
asketischen und libertinistischen Spermagnosis von Carl Kellner,
Theodor Reuss, Aleister Crowley, Arnoldo Krumm-Heller und der
Fraternitas Saturni
- "Abramelin & Co" als Grundlagenanalyse der (Sehn)Sucht nach
Visionen durch Vereinigungen mit Gott, Göttern und anderem
Überirdischen
- "Der Grosse Theodor Reuss Reader" mit Reuss'/Crowleys
Gnostischer Messe und Joanny Bricauds Vorschlag, diese als
Freimaurer-Religion einzuführen
- "How to make your own McOTO" [vergriffen]3*
- "Das Beste von Friedrich Lekve", das Lekves "Schwarze und Weisse
Messe" enthält.
Die Faksimiles erscheinen in ungefährer chronologischer
Reihenfolge4* und rufen ohne Begleittexte und Kommentare die
Protagonisten auf dem gnostischen Feld zum Getümmel auf. Hin und
wieder findet sich der im OTO-Phänomen zu erwartende Schlachtlärm,
wie auch reine Ambiente-Geräusche z.B. in Portugiesischen Nasal-
Lauten. Selbsverständlich liegt die Reproduktion aller Dokumente
im öffentlichen Interesse,1* da alle hier vorgestellten
Organisationen öffentlich zugängliche Dienste anbieten.5*
Als Ouverture ertönt eine englisch-sprachige Zusammenfassung der
Sperma-Gnosis, die ausserdem das Thema von Sperma als Universal-
Medizin streift. Dieser Text ist in der vorliegenden Version das
Ergebnis einer mehrjährigen Metamorphose und beinhaltet die
Reaktionen vieler OTO-Praktiker.6* Selbstverständlich lässt sich
Gnosis nicht allein auf Sperma-Gnosis reduzieren, im Zusammenhang
mit der Dokumentation des OTO-Phänomens drängt sich jedoch der
Schwerpunkt auf die OTO-Sichtweise auf.
Wir fahren mit einem Auszug aus einer altenglischen Messe
(Tridentine Rite/Roman Latin Mass) fort, die Reuss/Crowley formal
als Vorbild für ihre "Gnostische Messe" gedient hat.7* (Dank an
Barrington Vincent Sherman für die Zugänglichmachung dieser
Entdeckung).
Da die OTO-Kirchen allesamt Derivationen der nicht explizit
spermagnostischen französischen Gnostischen Kirchen sind, springen
wir alsbald nach ca. 1890 zu Jules Doinel, resp. Sophronius, Papus
und Joanny Bricaud, wo wir einen anderen von Reuss/Crowley
annektierten Bestandteil finden: "La Fraction du Pain". Wir widmen
den französischen Gnostikern einen grösseren Satz, da mit diesem
11. Band zum OTO-Phänomen erneut weltweit erstmalig faksimilierte
Grundlagenliteratur zur Verfügung gestellt werden soll. Ähnlich
wie im "Grossen Theodor Reuss Reader" tauchen deshalb Auszüge aus
entsprechenden Magazinen auf: L'Initiation, Le Voile D'Isis, Le
Réveil Gnostique, La Gnose, Mysteria.
Via E.C.H. Peithmann richten wir bald unser Ohr nach Brasilien, wo
noch heute die Gnostische Messe von Arnoldo Krumm-Heller
regelmässig gefeiert wird (siehe auch "Materialien zum OTO", 308;
"Ein Leben für die Rose", 174: dort finden sich der Text der
Gnostischen Messe und der Eucharistie),8* offerieren u.a. Auszüge
aus der extrem seltenen Kirchenzeitschrift der FRA, "Gnose", und
leiten dann über nach Italien, wo die Gnostische Kirche unter
Loris Carlesi einst Kontakt mit H.J. Metzger gepflegt hat. Dies
signalisiert alsogleich den Übergang zu Metzgers OTO/Gnostischer
Kirche: mit einem Auszug aus einem Artikel von Felix Lazerus
Pinkus und Metzger (alias Peter Mano). Als Folge fehlender
Kreativität suchen viele Neureligionen die Öffentlichkeit: so
stossen wir sehr schnell auf Bruchstücke des Zusammenpralls von
Metzgers Abtei Thelema in der Schweiz mit den Medien und den
eigenen Abkömmlingen. Die hier faksimilierten Skandalberichte aus
damaligen (inzwischen nicht mehr existierenden) Boulevardblättchen
dienen allein der wissenschaftlichen Dokumentation des OTO-Phä-
nomens: der interessierte Forscher muss den diesbezüglichen
Kontext im Auge behalten. Mit der freundlichen Erlaubnis der
zuständigen Verlage finden sich in diesem Zusammenhang zwei eher
versöhnlichere Reaktionen der Öffentlichkeit auf die damals
aufbrandende Skandalhatz. Nähere Hintergrundinformationen dazu
sollten in "Das OTO-Phänomen" nachgelesen werden.
Wir begegnen in den USA und in Deutschland der Gnostischen Kirche
des "Caliphats", deren "Gründung" 1981 von Grady McMurtry allein
aus steuerrechtlichen Absichten schnell auf dem Hintersitz eines
Autos auf der Fahrt zur amtlichen Eintragung des "OTO" in
Kalifornien erfolgte.9* Dasselbe Ziel strebt auch der deutsche
Zweig an: "Warum denn keinen ®Gemeinnützigkeitsstatus¯ für die
GKK? Ich habe keine Lust diesem Schweinesystem noch Steuern zu
zahlen... Ausserdem finde ich das doch recht witzig - O.T.O. u.
GKK gemeinnützig. Das ist doch fast so gut wie der Witz, den der
Prozess in den Staaten um den wahren O.T.O. darstellte. Ich be-
zweifle stark, dass der ehrenwerte Richter Legge kapiert hat, dass
er darüber entscheidet, welche Organisation das Recht hat, den
Arschfick für sich als höchstes religiöses Sakrament in Anspruch
zu nehmen."10*
Obwohl Aleister Crowley seine Stellung "as absolute as that of the
Pope and the Church of Rome" ansah und damit auf seinen eigenen
Unfehlbarkeitsstatus anspielte, war "seine" Kirche Zeit seines
Lebens ein reines Phantasieprodukt; er weigerte sich sogar, eine
"Church of Thelema" registrieren zu lassen. Generell galt
_Thelema_ als die Kirche Crowleys: Das Gesetz von Thelema als
"Church of Light, Life, Love and Liberty" mit dem "Buch des
Gesetzes" als Bibel.11*
Nach dem Tode McMurtrys 1985 soll wohl ein Imagewechsel diesen OTO
und die ihm nun angeschlossene neue "Gnostisch Katholische Kirche"
aus der Isolation und der Fluktuations-Misere der Mitglieder
führen: der Kurswechsel mündet neuerdings in die Gefielde der
hehren Werte von Familie und Religion, von Sauberkeit und Ordnung.
Der frühere anarchistische anti-kulturelle und
gegengesellschaftliche Schwung ist dahin. Obwohl mittlerweile eine
Managersprache ("marketing and sales opportunity directed towards
all Thelemites")12* und ein ähnliches Gebaren an den Tag gelegt
werden, fehlt es an rhetorisch geschulter und einheitlicher
Propaganda, die mit sprachlicher Eleganz den Sinn, Kontext oder
Hintergrund des eigenen Handelns ergänzend erklären könnte.
Mangels eigener Tradition,13* Inhalte und Kreativität äfft dieser
neuartige Gnostische Supermarkt des "Caliphats", der neuerdings
sogar Tierweihungen, Heilungen per Handauflegen [!] und Exorzismen
[!] anbietet,14* viele Rituale und Liturgien der französischen
organisierten Gnostiker nach. Diese "caliphatische" neue Kirche
mit ihren permanent veränderten Statuten und Struktur hat
überhaupt nichts mit Crowleys imaginärer Gnostisch Katholischer
Kirche zu tun, da dieser ja im August 1944 W.B. Crow zum
Patriarchen ernannt hat und keinesfalls Grady McMurtry, den ersten
"Caliphen".
Crowley an William Bernard Crow, 1944:
"We, by virtue of the Supreme authority ... do hereby nominate and
appoint our very dear brother and most reverend father in God
William Bernard Crow by the name and title of [Mahoran Mar]
Basilius Abdullah [III.] a Sovereign Patriarch of the Gnostic
Catholic Church and Vicar of Salomon with full right, power and
authority to administer the said Church and to consecrate, ordein,
appoint hyrarchs, priests, priestesses, deacons and other
necessary offices,... August 1944 e.v."15*
Als Faksimiles gelangen ein paar Briefe W.W. Webbs (gestorben am
15. Oktober 1997) zum Abdruck, der die Sukzessionsphantasien des
"Caliphats" entlarvt.16* Die Selbsteinschätzung des jetzigen
"Caliphs", William Breeze, lässt sich dort ablesen, wo dieser sich
selber als "Sacred Majesty" und "Holy Father" bezeichnet und in
den Statuten des deutschen Zweiges als "höchste Instanz in
geistigen Fragen" feiern lässt.17*
Weitere Neugründungen im Umkreis des "Caliphats" bleiben hier
unberücksichtigt, es sei nur die Ralph Tegtmeiersche Kirche in
England erwähnt, die aus dessen im April 1996 neugegründeter "Ordo
Templi Orientis Foundation" (OTOF) entspringt. Tegtmeier knüpft an
die Metzger-Grosche-Überlegung an, der OTO sei innerhalb der
Fraternitas Saturni als 18° inkorporiert,18* und er (also
Tegtmeier) sei als [selbsternannter?] 18° dazu berechtigt, neue
OTOs zu gründen. Tegtmeier's neuer OTO (dessen Mitglieder sich
mehrheitlich aus "Caliphat"ischen Reihen rekurrieren) reklamiert
zusammen mit einer "regulären" OTO-Linie zugleich auch eine
"reguläre" gnostisch-apostolische Sukzession: OTO und dessen
Kirche also eine gemeinsame Sukzession aufwiesen. Die Sukzession
von "Caliphat" zum OTOF [!] wurde vollzogen, indem sich während
der rituellen OTOF-Gründung/Installierung auf dem Altar eine Kiste
mit Crowley-Dokumenten (z.B. die "Emblems and Mode of Use"),19*
dem V°-Juwel und anderen Insignia befand.
Selbstverständlich ertönen auch leise kirchliche Klänge aus dem
Umkreis von Mottas OTO (SOTO, HOOR), so z.B. aus Kanada oder auch
einer "Gnostic Church of L.V.X", die man als "Ableger" des
Mottaschen Argenteum Astrum unter Ray Eales, der zwei Jahre mit
Motta zusammengelebt hat, sehen kann (dazu bitte im "OTO-
Phänomen", 195, nachblättern).20*
Gegen den Schluss klingen köstliche Dissonanzen à la Walter
Jantschik (Levum/CIT) (ehemals Grossmeister der Fraternitas
Saturni) und eine "Church of the Flying Cock" auf (die aber nichts
mit den OTO-Gruppen zu tun hat). Der letztgenannte Artikel wurde
von Michael P. Bertiaux zur Verfügung gestellt, der mit seiner
Sammlung von Orden, Kirchen und Konsekrationen eines der
treffendsten Beispiele gnostischer Historienfantasien am
Küchentisch21* und in den Schlafzimmern darstellt.22* Exemplarisch
lichten wir chronologisch die Charta-Sammlungen zweier seiner
europäischen Anhänger ab.23* Dieser scheinbar so zum Anfang dieses
"Readers" widersprüchliche Ausklang soll die Spannweite und
Geschmeidigkeit gnostischer Aktivitäten im Umkreis des OTO-
Phänomens dokumentieren.
Ausblick:
Diverse Protagonisten finden sich in weiteren Folgebänden zum OTO-
Phänomen wieder. So ist z.B. geplant, in "Noch Mehr Materialien
zum OTO" auch ein bisschen Material zur Historie des Argenteum
Astrum oder über die "Knights of Thelema", einer Art
brasilianischen Ablegers aus dem Umkreis von Mottas OTO, zu
präsentieren. Ebenso ist über Arnoldo Krumm-Heller zwischenzeit-
lich kistenweise neues Material (so z.B. über dessen pro-Hitler-
und anti-Mussolini-Position, wovon sich letztere in der sehr engen
rosenkreuzerischen und AA-Zusammenarbeit mit Giuseppe/José
Camberari widerspiegelte) zusammengetragen worden24* --
desgleichen über die 1977 gegründete Firma "Caliphat", die ihr
Handelsprodukt "Aleister Crowley" sehr geschäftsmässig unter die
Leute zu bringen versucht.
In den Archiven des A.M.O.R.C. befindet sich der Briefwechsel zwischen
Theodor Reuss und Spencer Lewis. Die beiden haben sich 1909
während Lewis' Reise nach Frankreich und England auf der SS
America kennengelernt, auf der Reuss als Schiffs-Steward
arbeitete. Aus diesem Briefwechsel geht hervor, dass Reuss 1921
Crowley aus dem OTO verstossen hat, damit Spencer Lewis seinen
Geldhahn an Reuss nicht zudrehe. So Reuss: "I have cut off the
connection that existed between us [Reuss und Crowley] regarding
O.T.O., and whatever Crowley would happen to do about in the USA,
it is now his own business, and not anymore a concern for the
O.T.O."
Der nächste Band erscheint voraussichtlich "In Nomine Demiurgi
Saturni". Copyrightsbesitzer an Werken oder legitime Nachfolger
von Eugen Grosche bitte beim Verlag zwecks möglicher
Tantiemenbeteiligung melden.
März 1998
FOOTNOTES:
1* Keines der in diesem Bande vorgestellten Dokumente ist um
seiner selbst willen dem öffentlichen Informationsbedürfnis zur
Kenntnis gebracht. Jedes Faksimile oder dessen partielle
Verwendung ist somit Gegenstand geistiger Auseinandersetzung im
Kontext aller vom Autor herausgegebenen Bände zum OTO-Phänomen.
Die hier angefertigten Collagen gelten als eigenständige Werke,
d.h. geistige und individuelle Schöpfungen zur Erläuterung des
wissenschaftlichen Inhalts der Bände zum OTO-Phänomen
2* So sind auch nicht alle Dokumente des Inhalts wegen ausgewählt,
sondern allein, um deren Existenz anzugeben (was sich z.T. in der
Leserlichkeit der Wiedergabe widerspiegeln kann)
3* Diese Sammlung dokumentiert die Reuss'schen und Crowleyschen
OTO-Initiationsrituale als Plagiate freimaurerischer Rituale
(Schottischer Ritus, Cerneau, Royal Arch, Rose Croix, Pike-de
Ladebat und Memphis-Misraim). Zur Diskussion der pseudo-
freimaurerischen Ordensstruktur des "Caliphats" siehe auch:
www.cyberlink.ch/~koenig/megafile.htm und
www.cyberlink.ch/~koenig/rituals.htm -- Mitglieder des 1977
gegründeten "Caliphats", die für diesen Band Werbung betreiben,
werden mit Gericht und Ausschluss aus dem Klub bedroht, Ben F.,
Brief vom 9.12.97
4* Die sehr kleine Auswahl aus der riesigen Menge
handschriftlicher Manuskripte von Sophronius war im Detail leider
schwer zeitlich einzuordnen und wurde für diesen Band
kurzentschlossen in die Phase um 1902 integriert
5* Es gelten dazu auch Vor- und Nachwort in "Das OTO-Phänomen",
München 1994
6* Es ist geplant, in einem Jahr eine eingedeutschte und dann
nochmals mit weiteren Reaktionen und aktuellen Ergänzungen
versehene Version in der Zeitschrift "Gnostika" (Sinzheim) zu
publizieren
7* Wir weisen nur kurz darauf hin, dass auch Reuss'/Crowleys
Gnostische Messe (Faksimile im "Grossen Theodor Reuss Reader")
Plagiate freimaurerischer Elemente enthält, siehe William Breezes
Kommentare zu Aleister Crowleys "Magick Liber ABA Book Four,
Parts I-IV", York Beach 1994, 742; David und Lynn Scriven: "Red
Flame, A Thelemic Research Journal, Mystery of Mystery: A Primer
of Thelemic Ecclesiastical Gnosticism", 1995, Nummer 2, Seite 68.
Reuss' und Crowley's OTO-Rituale borgen ausführlich von anderen
Quellen, z.B. von Franz Hartmanns "Im Vorhof des Tempels der
Weisheit" und dem 11. und 18. Grad Ritual des Alten und
Angenommenen Schottischen Ritus für den V° OTO; Titel und
Katechismus des VII° sind dem 4. Grad der Fratres Lucis (= Ritter
vom Wahren Licht/Order of the Asiatic Brethren, worunter Reuss'
und Crowleys "Hermetic Brotherhood of Light" zu verstehen ist)
entnommen, z.B. aus: A.E. Waite: "Brotherhood of the Rosy Cross".
Reuss' Einleitung seiner Übersetzung der Gnostischen Messe weist
ebenfalls auf den Order of the Asiatic Brethren als ominöse
Brotherhood of Light hin, die in Reuss' 1917-Manifesto mit dem
OTO per se gleichgesetzt wird. Reuss' und Crowley's Gnostische
Messe verdankt u.a. auch dem Chevalier Le Clement de Saint-Marcqs
"L'Eucharistie" einiges an Ideen. [Rituale in: "How to make your
own McOTO", München 1996; die Gnostische Messe des OTO und Saint-
Marcqs Text in: "Der Grosse Theodor Reuss Reader", München 1997;
das 1917-Manifesto und einige Rituale in "Der Kleine Theodor
Reuss Reader", München 1993. Eine ausführliche Analyse der
gnostischen Quellen in: "Ein Leben für die Rose", München 1995]
8* Wir verzichten auf die platzbeanspruchende Wiedergabe einer
neueren und längeren Alternativversion der Krumm-Hellerschen
Messe. Duval Ernani de Paula liegt im Sterben, was scheinbar
Anlass gibt, die thelemitischen Elemente aus den Ritualen der FRA
zu entfernen
9* Bill Heidrick, 1. August 1996, publiziert von Tyagy Nagasiva
auf www.hollyfeld.org/Esoteric: "Around 1981 e.v., we (Grady
McMurtry, myself and some others in OTO) had just completed
filing of OTO papers for incorporation with the state of
California. At the time, we didn't have a clear understanding of
what constituted the legal criteria for a "Church" in tax law.
Since OTO has always possessed the forms of lodges, members and
dues, we were a little worried that all those characteristics
would automatically make the OTO a "mere" fraternal organization
in the eyes of the law. About that time James Town happened and
there was a lot of talk about cracking down on the application
procedures for recognizing churches. Accordingly, we set up a
separate EGC corporation, without requirement of OTO membership
below the level of board of directors. That one we filed as a
formal and simple "church" with no fraternal qualifications or
language -- in effect OTO was a religious order and EGC was a
public membership church available outside OTO membership as well
as a religious chapel aspect of OTO proper. At no time did we
consider that OTO ceased to have an EGC within it, but we did
consider that we had established a separate EGC offshoot in its
own right. I was made a bishop by laying on of hands in the back
seat of the car taking us to the notary to get the papers
witnessed and signed. I had priestly authority within OTO, but we
decided to add a separate ordination for the separate church. OTO
members who were also bishops wore silver and black onyx rings
instead of the more traditional gold and amethyst, to indicate
respect for the color sacred to the OHO. I still have mine, nice
thing with two bees holding the bezel. About a year later we read
a little more law and discovered that OTO did qualify as a
religious entity by its own nature in terms of tax law. We
amended the OTO articles to reflect that as the declared primary
purpose. No problems with IRS [Amerikanische Steuerbehörde] or
the Franchise Tax Office (California equivalent to the IRS)."
10* Brief von Norbert Straet (IX° des deutschen Zweiges und
Anwärter auf den X° für Deutschland) vom 9.1.87, teilweise eine
paraphrasierte Übersetzung aus Michael Aquino: "Scroll of Set,"
Vol. XII, Nr. 5, Oktober 1986, 1
11* Siehe auch: Grady L. McMurtry's "Clear Crowley's Name
Campaign", in: "Stellar Visions", II, ohne Ort und Datum
(zwischen 1985 und 1988), 22
12* So William Breeze als Direktive in seiner Verweigerung, einer
örtlichen "Loge" in Kanada den Namen "Pile of Bones" zu erlauben,
obwohl er Namen wie "Whiskey Rebellion" zulässt
13* "The eschatology of Thelema is that the Revelation of John has
occurred but that he reversed the villains and the heroes because
he was stuck in the viewpoint of the Christian aeon." Tim
Maroney, Dec. 1996
14* Vielleicht findet eine Besessenheit dann statt, wenn das
Elixier (d.h. das durch Magie belebte Gemisch aus Sperma und
Vaginalsekreten) nicht als Sakrament angesehen wird? Siehe
Crowleys "Emblems and Mode of Use", übertragen im "OTOA-Reader"
ab Seite 121
15* Die Faksimilierung dieses Dokuments, das beweist, dass Crowley
den W.B. Crow zum Patriarchen der Crowleyschen Kirche ernannte,
wird einem späteren Zeitpunkt vorbehalten
16* Anfangs war man im "Caliphat" extrem gierig nach
"apostolischer Sukzession", bis sich im Laufe meiner Recherchen
und Publikationen herausstellte, dass eine solche keinesfalls
lückenlos vorhanden ist, und sich deren Heiliger Geist ausserdem
mindestens einmal einer postalischen Briefmarke bediente (erstens
im Falle der sog. "Caliphats"-letter, die keinerlei
Konsekrationen erwähnen und per Post versandt wurden; und
zweitens in der postalischen Konsekration durch W.W. Webb, siehe
"Das OTO-Phänomen", 228). Seitdem windet man sich ganz gnostisch-
geschmeidig an "apostolischen Sukzessionen" vorbei und verbindet
Priester/in- und Bischofskonsekrationen mit Crowley-OTO-Ritualen,
obwohl diese in keinster Weise sowas erwähnen. -- Aus
offensichtlichen Gründen ist man im "Caliphat" in Sachen OTO und
Crowley-copyrights hingegen äusserst an "Sukzession"
interessiert, da sich damit Tantiemen aus der Tasche gutgläubiger
Herausgeber ziehen lassen. Siehe dazu auch die hier collagierten
Statuten, die von einer notwendigen apostolischen Sukzession im
Zusammenhang mit dem Amt des OHO fantasieren. Im Vergleich mit
all den hier dokumentierten Gnostischen Kirchen fällt diejenige
des "Caliphats" am deutlichsten als säkularisierter Verein auf
17* Es scheint so, dass sogar Crowleys Geliebte automatisch in den
Status von "Heiligen" erhoben werden, siehe dazu die Collage
(grosse Kleinzitate) mit den "Gnostic Saints" in diesem Band
18* Erstmals publiziert in Königs OTO-Serie in der Zeitschrift AHA
und in: "Das OTO-Phänomen" und "Materialien zum OTO"
19* Publiziert in: "Mezla" I.111,1, Ithaca/NY 1985; on-line durch
William Breeze ("Caliph" des "Caliphats") auf BaphoNet-by-the-
Sea: 718/499-9277, Juni 1992; Gregory von Seewald: Flugblatt in
den frühen 1990ern; übertragen und kommentiert in: P.R. König:
"Der OTOA- Reader", ARW, München 1994
20* Im Umkreis von Mottas AA wimmelt es von "Overhumans" in
"Unspeakable Glory", denen wir im geplanten Band "Noch Mehr
Materialien Zum OTO" wieder begegnen
21* Wir verzichten auf die Faksimilierung von Bertiaux'
gnostischen Schriften und verweisen den interessierten Leser auf
den "OTOA-Reader" dieses Verlags. Offensichtlich sind vereinzelte
Werke zum OTO-Phänomen inspirative Papierquellen für Charta-
Sammler, wie sich am Beispiel von Joel Duez und dessem Freund
Jean Gonder ablesen lässt
22* Man beachte das vorliegende Foto von Bischof Bertiaux in
dessem Schlafzimmer
23* Hier lässt sich eine amüsante Anekdote einflechten. William
Breeze, "Caliph" des "Caliphats", alarmierte kürzlich seinen
Freund Jack B. Hogg, jr, durch den Breeze in die Gnostisch
Katholische Sukzession Michael Bertiaux' gelangte (siehe "Das
OTO-Phänomen", 238), und veranlasste Hogg, seinem Chef, Bertiaux,
von der moralischen Verwerflichkeit Königs zu berichten und dafür
zu sorgen, dass dessen Chartas (siehe Faksimilesammlungen in
"Materialien zum OTO" und "Der OTOA-Reader"), die im Zuge des
experimentellen Teils der ethnologischen Studien im Untergrund
des Abendlandes gegen Austausch von Pornographie erlangt wurden,
zu annullieren seien. In der Tat annullierte der äusserst
aufgebrachte Courtney Willis (eine obskure Gestalt und willige
Marionette im immer wieder wechselnden Ordens-System des OTOA)
mit Hilfe Bertiaux' im Frühsommer 1997 dann etliche dieser
Chartas mit zwei konfusen rückdatierten Schreiben voller
faktischer Fehler.
Es stellt sich die Frage, welches Interesse Breeze haben könnte,
jemanden aus einer Organisation ausgestossen zu haben, mit der er
nicht das geringste zu tun hat.
William Breezes Wechselbeziehung mit in der Öffentlichkeit
auffallenden Organisationen und Protagonisten zeigt sich auch in
Breezes Kollaboration mit Genesis P'Orridge auf dessen letzter CD
"Trip Reset" der Band "Psychic Youth". P'Orridges "Temple of Psy-
chic Youth" (TOPY) musste sich kürzlich aufgrund einiger Skandale
auflösen, und der Engländer P'Orridge konnte in Amerika "Exil"
finden. -- Über Kenneth Anger, den anderen Protagonisten in
William Breezes Umfeld, braucht hier wohl nicht weiter berichtet
zu werden ("Das OTO-Phänomen", 187). Zu erwähnen sei noch Breezes
Nähe zu Harry Smith, siehe: Paolo Igliori: "American Magus Harry
Smith", New York 1996
24* Dank an Sebastiao Carvalho, Euclydes Lacerda und Marcelo
Alexandrino da Costa Santos
O.T.O. Phenomenon content
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