Die Ritter des Lichts gaben vor, ihren Ursprung von den sieben weisen Vätern, den Vorstehern der sieben Kirchen in Asien, genommen zu haben. Der Orden verstand sich als Sammelbecken für Christen und Juden, wohl auch Moslems aus der Türkei, Persien und Armenien. Dies bewirkte eine synkretistische Aufnahme verschiedenartigster Elemente, so vor allem auch der Kabbala und der Gnosis.
Ähnlich wie später Theodor Reuss, wurde Ecker vorgeworfen, seine Ordensgründung sei lediglich ein Geldbeschaffungsmittel gewesen, da er sein persönliches Vermögen vergeudet habe und ein von Ordensmitgliedern erbetenes Darlehen nicht zurück bezahlte, respektive falsch eingesetzt habe. Wie später bei Theodor Reuss wurden ausserdem bei jeder "Beförderung" in eine höhere Stufe Gebühren fällig. Zusätzlich waren Mitgliedsbeiträge zu bezahlen, von denen der Orden lebte.
Im Laufe der Zeit entstanden viele Verräterschriften, Gegnerschriften und eigene Unterlagen. 1785 führte eine kaiserliche Verordnung zur Auflösung aller alchemistisch arbeitenden Logen und besonders der Asiatischen Brüder.
Die kabbalistischen und gnostischen Elemente beeinflussten jedoch viele spätere Organisationen.
Theodor Reuss hat sich von der sogenannten Verräterschrift "Der Signatstern" von 1866 zum Entwurf seines VII° O.T.O. inspirieren lassen. Das Original wie auch Reuss' Ritualtext weisen auf eine Priesterschaft hin. Das O.T.O.-Ritual führt das weibliche Element als ausführende Oberpriesterin ein.
§. 5.
§. 6. Sobald das Kapitel geöffnet ist, wird der angehende Priester in seiner Levitenkleidung mit einem Klange angemeldet und dann eingeführt und unten an den gewöhnlichen Platz gestellt.
§. 7. Sobald der Levit eingeführt worden ist, spricht der Hochw. wie folgt:
§. 9. Nun wird dem Leviten von dem ersten und zweiten Priester die Kleidung des Leviten abgenommen, und er dann bis zum heiligen Feuer geführet, wo er niederknieet. Sobald er knieet, spricht der Hochwürdigste: ...
§. 10. Wann der Hochwürdigste vollendet hat, geht er an die Höhen des Altars und öffnet das Allerheiligste. Hier machen alle Priester das Zeichen der Novizen vom dritten Jahre und gehen dann zurück ins Priesterzeichen, das sie ebenfalls verlassen, um sich nach ihrer natürlichen Ordnung zu setzen.
§. 11. Sobald das Allerheiligste geöffnet ist, verfügt sich der Hochw. zum heiligen Feuer und wirft siebenmal mit einem krummen Löffel von Goldräucherwerk hinein.
§. 14. Während der Hochw. das Rauchwerk ins heilige Feuer wirft, spricht er, wie folget: ...
Eroeffnung.
...
V. Was war am Anfang?
C. - (Verbeugt sich mit beiden Haenden ueber Augen an der Stirne
und geht hinaus und fuehrt ihn so in den Tempel im W. vor Feuer)
nachdem er durch Scharren Eintritt begehrte. ...
Das komplette VII° O.T.O. Ritual von Theodor Reuss
"Die wahren aktiven Glieder des
O.T.O. werden Hermetische Brüder des Lichts oder Illuminaten genannt, was von Fra Peregrinus X° O.T.O. (Theodor Reuss) und Baphomet XI° O.T.O. (Aleister Crowley) historisch festgelegt wurde." (H.J. Metzgers Attest, 9.1.1963).
Am 22.1.1917 stellte Reuss in seinem Manifesto "Anational Grandloge & Mystic Temple: Verità Mistica, Or. Ascona" den O.T.O. noch als "Hermetic Brotherhood of Light" vor. Es ist jedoch anzunehmen, dass dies nur ein Schwindel von Reuss war, der in einem Brief an Crowley zugab, dass dies nur aus 'taktischen Gründen' geschah: die Bezeichnung 'Hermetic Brotherhood of Light' zu verwenden. Im Grunde genommen meinte Reuss die "Asiatischen Brüder vom Rosenkreuz", die "mächtigen und weisen Orden der Ritter und Brüder des Lichts".
Hin und wieder hat auch Heinrich Tränker diese Bezeichnung verwendet, zum Beispiel auf der "2nd Fama" von 1930. Reuben Swinburne "Clymer". Clymer sah sich als einer der Nachfolger der HBL.
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Phenomenon" book
pre-Ordo Templi Orientis
Theodor Reuss
Brueder des Lichtes der sieben Gemeinden in Asien
Mitglieder durchliefen zunächst einmal verschiedene Vorstufen, bevor sie endlich in den erlauchten Kreis der wirklich Wissenden aufgenommen wurden.
Nichtsdestotrotz fanden sich viele hehre Persönlichkeiten und Adlige in den Rängen der Asiatischen Brüder.
Magus oder Ritter des Lichts
Fünfte Stufe
Oeffnung des Kapitels.
Der Priester
Erster Abschnitt
Von der Initiierung der Priester
Frage. Was war im Anfang?
Antw. Das Wort.
Fr. Wo?
Antw. Bei Gott.
Fr. Und was war in dem Worte?
Antw. Das Leben.
Fr. Was ist also Gott?
Antw. Der Anfang, das Wort und das Leben.
Fr. Und der Anfang, das Wort und das Leben?
Antw. Sind eins.
Fr. Wer gibt Zeugnis von dieser Wahrheit?
Antw. Johannes und die sieben Gemeinden in Asien.
Fr. Erinnern Sie, Hochw. Br. Oberpriester, unsere weisen B.Br., was der Geist der Gemeinde von Smyrna sagt.
Antw. Wer Ohren hat, zu hören, der höre, was der Geist der Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem andern Tode.
...
...
Reuss - Ordo Templi Orientis
VII° Grossrat der Mystischen Templer- Magus des Lichtes. Grals Genosse und Theoretischer Rosenkreuzer der Brueder des Lichtes der sieben Gemeinden in Asien.
Mysterien des Mythras Kultus.
Kanzler: - Das Wort
V. Wo war das Wort?
K. Bei Gott.
V. Und was ist das Wort?
K. Gott der Herr
V. Was war in dem Worte?
K. Das Leben.
V. Was ist also Gott der Herr?
K. Der Anfang, das Wort und das Leben.
V. Und der Anfang, das Wort und das Leben sind was?
K. - Sind eins.
V. Wer gibt Zeugnis von dieser Wahrheit?
Weiseste Oberpriesterin?
Obp. Johannes und die sieben Gemeinden in Asien, welche sich
nannten die Brueder des Lichtes.
V. Hochl. und Weiseste Oberpriesterin so erinnern Sie unsere
weisen Brueder, was der Geist der sieben Gemeinden sprach.
Obp. Wer Ohren hat zu hoeren, der hoere: - Wer ueberwindet, dem
soll kein Leid geschehen von dem anderen Tode.
V. Und was noch?
Obp. Seid unschuldig wie die Tauben und klug wie die Schlange.
V. Und endlich welches Gebot muessen alle weisen Brueder streng
befolgen?
Obp. Hoeret! Gehorchet und schweiget.
V. Amen, so sei es immerdar. (setzen sich um das Feuer)
V. Unsere heutige Aufgabe ist einen Ritter Kadosh in unsern Kreis
einzufuehren. Br. Einfuehrer begeben Sie sich zu dem Kandidaten
und fuehren Sie ihn dann in vorgeschriebener Art und Weise in den
Tempel.
"The Hermetic
Brotherhood of Luxor" ist von Pascal Beverly "Randolph" (1825-8.10.1875) gegründet worden. Der innere Zirkel hat sich "Fraternity of Eleusis" genannt. 1886 ist die allein in Boston existierende HBL geschlossen worden, worauf man die "Eulis
Brotherhood" gründete, welche Carl Kellner oder auch den Franzosen Encausse/«Papus» beeinflusst haben könnte.

H.J. Metzger und Fraternitas Saturni
Auch Hermann Joseph Metzger, Outer Head des Schweizer Ordo Templi Orientis, liess sich vom Buch "Der Signatstern" inspirieren.
1951 überwies Metzger dem Grossmeister der Fraternitas Saturni, Eugen Grosche alias Gregor A. Gregorius, ein nichtssagende Diplom mit dem Text: "Wir bekunden mit heutigem Datum, dass S\M\ Gregorius = Honoris Causa = rechtmässig aufgenommenes Glied ist." Auf diesem Diplom befindet sich in Geheimschrift der Satz "Die Wahrheit ist die Sechste Weisheit." Die Zeichen sind abgefasst in der Geheimschrift der «Kleriker der Tempelherren» aus "Der Signatstern". Dabei erschwerte Metzger das Ganze dadurch, dass er das System nur halb angewendet hat und es mit einer anderen Freimaurerschrift koppelte.
[Ausschnitt aus "Der O.T.O.-Phänomen REMIX"]


See also the Details on the Early History
regarding Reuss, Steiner and Aleister Crowley
Other Reuss rituals and texts
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Mehr über diese Orden und ihre Protagonisten in: Andreas Huettl und Peter-R. Koenig: Satan - Jünger, Jäger und Justiz
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