Ernst Tristan Kurtzahn
Die Gnostiker
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Ernst Tristan Kurtzahn, (b. 29.11.1879 in Königsberg) was an enthusiastic Ariosophist and author of such books as "Die Rosenkreuzer", and "Der Tarot" (both published in 1920).
After 1920 Kurtzahn used the motto "Daiytanus" and participated at Reussian O.T.O. chapters. In the national publication "Der Weltloge" (Nº 1 of 1924) Kurtzahn was announced as 'Ecclesiarch' of the Gnostica Ecclesia Catholica. In 1925 Kutzahn's Die "Gnostiker und die unsichtbare Kirche" ("The Gnostics and the Invisible Church") appeared; in its table of contents were such chapters as "The mysteries of sex-magic", "Mysteries of death", and "The opposite Gnostic poles: Woman and the Devil". Kurtzahn introduced the use of a cross "+" in Order mottos, which was somehow meant to signify that the person concerned had "disclosed the presence of the hermaphrodite soul in themselves." More about Kurtzahn's Correct Gnosticism
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Wenn eine zeitgenössische Gnostikerin (Valerie Gyigyi schreibt:
Ernst Tristan Kurtzahn
Die Gnostiker
1925
Seiten 77-84
Mysterien der Sexualmagie.
„Ein mitgeteiltes Geheimnis dient nie; in der Magie der eigentlichen Wissenschaft der Geheimnisse hat noch niemand etwas aus dem gemacht, was er las: man muß seinen persönlichen artesischen Brunnen in das Geheimnis bohren ...."
Sar Pélandan. [sic]
Was ist nun in diesem Zitat so ungemein wichtig? Es ist die Erwähnung des Samens, der dem Manne als göttliches Eigentum verblieb.
Woraus besteht der Samen? Aus Geist und Wasser (Wasser hier im eigentlichen Sinne als Materie aufgefaßt, die das Vehikel des Geistes ist).
Es heißt im Johannis-Evangelium:
2. Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen."
Es wird jedem ohne weiteres einleuchten, daß man mit dem Samen nur dreierlei tun kann:
Für den Gnostiker scheiden die Punkte 2 und 3 ohne weiteres völlig aus, so daß nur Punkt 1 übrig bleibt: Der Mann behält den Samen bei sicj und benutzt ihn, den „Sohn", den Lichtsamen, den unteren Christus als Weg zum VATER. Für sich sowohl als für sein Weib.
Kann das nun ohne weiteres geschehen nur durch Behalten des Samens? Wir müssen hierauf antworten nur bei allerseltensten Ausnahmen, bei wahren Gnostikern d. h. Pneumatikoi wie Jesus einer war.
Für alle anderen kommt ein anderer Weg in Frage, dessen Bedingungen die wahre gnostische geistliche Ehe ist.
Zunächst soll und kann jeder, jede danach trachten sich zu einem seelischen Androgyn (Mannweib)
bezw. einer seelischen Gynandria (Weibmann) zu gestalten. Die Wege dazu sind bereits angegeben worden im Kapitel „Wege zur Gnosis", wobei hauptsächlich auf das dort über den Atem Gesagte zu berücksichtigen wäre.
Abgesehen davon kann auch jede Ehe, in der der gnostische Geist herrscht, zu einer gegenseitigen androgynen, bezw. g y n a n d r i n e n Ausbalanzierung führen wie man im weiteren Verlauf unserer Schrift wird sehen können.
Die Schaffung eines seelischen Androgyns oder einer Gynandria allein reicht indessen nicht aus, denn keiner kommt zum Vater, denn durch Mich, den Sohn! (Joh. 14, 6.)
Wie auf dem irdischen Plan bei der leiblichen Zeugung, die nicht mehr sein sollte, da der Mensch durch Christus heim berufen worden ist, der Mann der Gebende, das Weib die Empfangende ist, so kann hier nur durch den Mann die Frau erlöst werden und zwar durch die Benetzung mit dem Lichtsamen, der dem Manne, wie wir gesehen haben, vorbehalten ist als an seinen physischen Samen, das Wasser, den Stoff gebundenen Geist.
Wir müssen nun scheinbar abschweifen um uns verständlich zu machen.
Hat man sich schon einmal klar gemacht, warum gerade die Menschen aufrecht gehen und stehen?
Der, der die Werke von Peryt Shou (Peryt Shou Werke Berlin u. Leipzig u. A. M-Wellen und der sechste Sinn d. Menschen.) kennt, weiß natürlich sofort, daß es die Kraft ist, die er mit M-Wellen bezeichnet. Es ist dies eine ungeheure kosmische Kraft, die in jedem Menschen empfunden wird als aufrichtende Kraft des Sonnengeistes (Iswara). In diesem Kraftstrom, der die Sonne mit der Erde verbindet, ist der Mensch eingeschaltet. Am Tage geht er deshalb aufrecht umher, des Nachts, wenn die M-Wellen infolge
des geänderten Sonnenstandes nachlassen, liegt er horizontal.
Es gilt nun für den Mann seinen Samen bewußt so umzugestalten, daß dieser ein Stück M-Welle wird.
Zu diesem Zweck müssen ganz bestimmte Atemübungen vorgenommen werden, ein neues Nervenzentrum in der Brust geschaffen werden, worauf dann der Lichtsamen emporsteigt aus den Genitalien in das neugebildete Zentrum und von dort über das Nervenzentrum des Kehlkopfes in die Zirbeldrüse, worauf die Verbindung mit den M-Wellen nach Wunsch durch ganz bestimmte Haltungen des Körpers: Einstellungen vor sich gehen kann.
Es ist hier eine ernste Warnung am Platz: Diese Uebungen, selbst nur Proben von solchen, sind einzig und allein für die Menschen, die den Weg und die Pfade zur Gnosis, die oben dargestellt wurden, schon gingen und keinen Finger breit davon abwichen. Jeder Unberufene, das merke man sich wohl, zerbricht daran seelisch und körperlich. Man vergesse nicht, daß es sich bei den Uebungen, wie die zur Bildung eines neuen Nervenzentrums, um höchstes Priesterwissen handelt, um Dinge, die Christus seinen Jüngern von Mund zu Ohr mitteilte und das wahrlich wegen seiner ungeheuren Gewalt, keine Liebhaberbeschäftigung für einen braven Herrn Müller oder eine herzensgute Frau Schmidt sein kann.
Uns will daher scheinen, als wenn auf alle ganz ungemein bedeutenden Werke von Peryt Shou, die derartige Uebungen und Einstellungen bis ins einzelne lehren, aber Gottseidank nicht für jeden verständlich sind, wegen ihrer streng wissenschaftlichen Sprache, die Worte von Oskar Schmitz gemünzt sein könnten, die er in seinem gnostisch-astrologischen Werk: „Der Geist der Astrologie" (München 1922, Georg Müller.) auf Seite 233 ausspricht:
Ist man ernstlich gewillt, den gnostischen Heilsweg im Sinne urchristlichen Geheimwissens zu gehen, und hat man sich überzeugt durch Proben, daß man die absolut notwendige Ausdauer besitzt, dann — lasse man sich von berufener und erfahrener Seite allmählich einführen. Es gibt derartige gnostische Schulen, (z.B. die „Gnostische Schule" von Pastor Dr. phil. E. C. H. Peithmann, Südhemmern, Kreis Minden in Westf. und vorausgehend ein Aufenthalt im „Sanatorium für Diätreform", Lehmrade bei Mölln i. Lbg.) die das versuchen, es aber immer auf den oder die Betreffenden selbst ankommen lassen, ob sie weiter kommen oder nicht, da sie die Wahrheit des Wortes kennen: Niemand wird zum Eingeweihten als nur durch sich selbst.
Ist es dem Mann und der Frau gelungen zum seelischen Androgyn bezw. zur Gynandrin zu werden oder auf dem Wege dazu zu sein, ist es dem Mann, als dem Lichtsamenträger, ferner gelungen, diesen Lichtsamen in seinem Körper wenigstens bis zum neugebildeten Brustnervenzentrum durch bestimmte Atemübungen heraufzuziehen und der Frau, dieses Zentrum in der Brust
durch bestimmte Atemübungen zu bilde n, dann erst kann es bei H e r z e n s r e i n h e i t zum Vollzug der gnostischen Ehe kommen.
Bei dieser darf es unter keinen Umständen zu einer ejaculatio seminis, vielmehr darf es nach einer sanften immissio membri virilis in vaginam nur zu einer ruhigen Bewegung kommen unter völliger Willenskontrolle beider Partner.
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